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Rudolf Harbig Stadion: Heimstätte von Dynamo Dresden hat ihren alten Namen zurück

Die SG Dynamo Dresden spielt künftig wieder im Rudolf Harbig Stadion. Das gab der Präsident der Schwarz Gelben, Andreas Ritter, am Dienstagabend vor dem Anpfiff des Zweitliga Nachholers gegen den HSV bekannt. Damit ist die Zeit der Werbenamen vorüber und Dresden bekommt ein Stück seiner Fußballtradition zurück.Das Dresdner Stadion war bereits von 1951 bis 1971 sowie von 1990 bis 2010 nach dem früheren Mittelstrecken Weltrekordler Harbig benannt.



18.09.2018


 

SV Rödinghausen wirft Dynamo Dresden raus.
3 : 2 nach 120 Minuten für den Oberligisten .




18.08.2018

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LSV Tauscha ist Kreispokalsieger 2018 der Herren 


der LSV wurde, wie im letzten Jahr, Kreispokalsieger 2018 der Herren. Das Endspiel gewannen sie in Nünchritz mit 3:1 gegen die SG Kreinitz und nehmen somit am Landespokal des SFV teil. 

Tore: Timo Tillner, 2x Fred Kühne und Mohamed Abdalla

Quelle: fussball.de und kvf-meissen.de
© Thomas Napp

21.05.2018




Saison 2017/18

Der Klassenerhalt ist geschafft, aber längst nicht alles gut. Wo jetzt angesetzt werden muss.
Fünf Gründe für Dynamos Absturz
von Sven Geisler

Es gibt eine Menge aufzuarbeiten, meint Uwe Neuhaus. Dynamos Trainer hat nach der Niederlage gegen Union Berlin nur kurz und knapp ein paar Gründe für die Schwierigkeiten in dieser Saison genannt. Für die Analyse aber will er sich Zeit lassen, viele Gespräche führen für eine tiefgreifendere Ursachenforschung. Deshalb gibt er, anders als in den vergangenen Jahren, kein Interview. Sein Fazit würde, erklärt er, im Moment zu oberflächlich ausfallen, vieles muss erst einmal intern aufgearbeitet werden. Und was dann nach außen getragen werden kann und soll, ist noch mal eine andere Frage.
Die Mängelliste ist jedenfalls lang – die SZ nennt die wichtigsten fünf Punkte.

Zu viele Verletzte
Am Anfang ist es einfach nur Pech. Pascal Testroet – als Stürmer Nummer eins in die Saison gegangen – reißt sich gleich im ersten Spiel das Kreuzband. Sören Gonther – als Führungskraft verpflichtet – fällt erst mit einer Bänderdehnung im Knie und dann auch mit einem Kreuzbandriss für den Rest der Saison aus. Dynamo musste also zu den prominenten Abgängen mit Stefan Kutschke, Akaki Gogia und Marvin Stefaniak noch zwei weitere Spieler kurzfristig ersetzen, die als Stammkräfte eingeplant waren. Das ist im Sturm mit Eero Markkanen gar nicht und mit Peniel Mlapa nur bedingt gelungen. In der Abwehr hat der Verein sogar bis zur Winterpause auf Zeit gespielt, um Marcel Franke für ein halbes Jahr aus England zurückzuholen.
Insgesamt war die Ausfallliste zu lang und deshalb bereits im Herbst ein Thema. „Wenn es irgendwo etwas zu finden gibt, werden wir es finden und Lehren daraus ziehen“, sagte Neuhaus. Wirklich besser geworden ist es aber im Frühjahr nicht. Besonders oft erwischte es Marco Hartmann. Mit dem Kapitän fehlte Dynamo einer, der das Spiel organisieren kann. Die Führungsschwäche in der Mannschaft ist ein weiterer Punkt auf der Mängelliste.

Zu hoher Anspruch
Das Saisonziel war vorsichtig allgemein formuliert. Es gehe um die Entwicklung und darum, das Publikum zu begeistern. Doch auch in der Kabine dürfte nach Platz fünf in der Vorsaison die Hoffnung groß gewesen sein, dass es mindestens wieder so gut läuft und wenn’s geht sogar noch ein bisschen besser. Als mit den drei Siegen in Düsseldorf (3:1), gegen Aue (4:0) und bei Union Berlin (1:0) zum Abschluss der Hinrunde der Anschluss nach oben hergestellt war, durfte in Fußball-Dresden wieder geträumt werden.
Die Hoffnung, mit einem guten Start ins neue Jahr noch mal oben angreifen zu können, lebte auch in der Kabine. Allerdings warnte Hartmann schon während des Wintertrainingslagers in Spanien: „Der Abstiegskampf kann diesmal besonders eklig werden.“ Als es in der Rückrunde nicht lief, waren wohl einige erschrocken. Je mehr sich die Lage zuspitzte, desto stärker flatterten die Nerven. „Es wurde von Woche zu Woche schlimmer. Das war nicht einfach zu verkraften“, sagt Neuhaus. „Ich hoffe, dass es ein wichtiger Lernprozess war für eine relativ junge Mannschaft.“

Zu wenige Heimsiege
Die Diskrepanz ist unerklärlich: Mit im Durchschnitt 28 003 Zuschauern im DDV-Stadion steht Dynamo in der Zuschauertabelle auf Platz vier, in der Heimtabelle sind die Schwarz-Gelben jedoch Letzter. Lediglich fünf Heimspiele konnten sie gewinnen, achtmal haben sie auf eigenem Platz verloren. Neuhaus spricht von einem „Selbstbedienungsladen“ und betont, das dürfe sich nicht wiederholen. „Da stecken wir alle Energie rein.“ Es gibt mehrere Erklärungsansätze für die eklatante Heimschwäche, eine ist das Spielsystem. Dabei geht es nicht nur um die eine Spitze, sondern vor allem um das Tempo im Spiel nach vorn. Das ist mehr und mehr verloren gegangen. Dadurch konnten sich die Gegner leicht auf Dynamo einstellen.

Zu viele späte Gegentore
Das letzte Spiel sei symptomatisch gewesen für die Saison, meint Neuhaus: „Nach vorne wenig Durchschlagskraft, keine Torgefahr und hinten eine Unachtsamkeit, die bestraft wird.“ Die Konkurrenten mussten nur auf diesen einen Fehler warten, der viel zu oft passierte. 23 Gegentore hat Dynamo in der Schlussviertelstunde kassiert, allein fünf in der Nachspielzeit – so viele wie kein anderer Zweitligist. Diese Unkonzentriertheiten kosteten 14 Punkte. Es wäre zu einfach, das allein auf konditionelle Probleme zu schieben. Vielmehr kommt einiges zusammen: von individuellen Schwächen bis taktischen Fehleinschätzungen.

Zu wenige Lösungen
Nach einer solchen Saison steht der Trainer in der Kritik, wobei der amtierende Sportgeschäftsführer Kristian Walter klarstellt: „Es ging drei Jahre lang fast linear nach oben. Irgendwann muss man eine kleine Delle, auch eine größere einkalkulieren. Dann darf man allerdings nicht vergessen, was vorher passiert ist. Warum also sollte sich die Frage stellen?“ Fakt ist jedoch: Neuhaus hatte in der Krise zu wenig Lösungen – oder die Spieler konnten sie nicht umsetzen. Außerdem sorgten einige Personalentscheidungen intern für Unruhe und Unzufriedenheit. Offenbar ist es dem Chefcoach nicht mehr gelungen, die Mannschaft geschlossen auf seinem Weg mitzunehmen.



Uwe Neuhaus will die Saison in Ruhe analysieren und dafür viele Gespräche führen.
© Robert Michael


19.05.2018



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